25.05. – 29.05.

/ 09:30 – 17:00

Digitale KWI Schreibwoche

Angebot für Promovierende der UA Ruhr in den Geistes-, Kultur- und qualitativen Sozialwissenschaften

Zoom-Meeting

Intensive Arbeit am Text von Qualifikationsschriften ist insbesondere in den Geistes- und Sozialwissenschaften unverzichtbar. Insbesondere unter den Bedingungen der Pandemie und ihren vielen sozialen Belastungen wird auch für Promovierende diese Form der Forschung erschwert. Gerade auch Doktorand*innen, die nicht in strukturierten Programmen promovieren, vermissen Austausch und sind verstärkt von den Folgen von Vereinzelung und Selbstisolation betroffen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen und junge Forscher*innen in ihrer Arbeit zu unterstützen, veranstaltet das KWI eine digitale Schreibwoche mit einem  möglichst maßgeschneiderten Angebot für Promovierende in den Geistes-, Kultur- und qualitativen Sozialwissenschaften.

Das Angebot richtet sich an Promovierende, die an einer der drei UA Ruhr-Universitäten als Doktorand*in eingeschrieben oder Angehörige der UA Ruhr sind. Die Teilnehmenden sollten sich in einer fortgeschrittenen Phase der Verschriftlichung befinden, da wir mit konkreten Textbeispielen aus den Dissertationen arbeiten werden. Die KWI-Schreibwoche versteht sich als fachlich spezifizierte Ergänzung zu bestehenden Formaten des Career Center der UDE und der Research Academy Ruhr. Sie stellt kein Motivationstraining oder eine Coaching-Leistung dar, sondern dient vielmehr dazu, Mikroprobleme des Schreibens auf einer handwerklich greifbaren Ebene in fachspezifisch konkretisierter Weise zu behandeln. Ein weiteres Ziel der KWI-Werkstatt ist es, die Kritikbereitschaft und Kritikfähigkeit der Teilnehmenden am konkreten fachlichen Gegenstand zu schulen.

Ablauf:

Die Schreibwoche gliedert sich in zwei Arbeitsbereiche. Die Vormittage (9.30-12.45) eröffnen ein digitales ‚retreat‘, also einen virtuellen Werkstattraum, in dem der Schreibprozess im ZOOM-Format synchronisiert wird. Dieser Programmteil soll dazu dienen, individuelle Arbeitsprozesse besser zu organisieren, indem darauf gesetzt werden kann, dass sich eine Gruppe zu einer verabredeten Zeit zum Schreiben trifft. Gleichzeitig werden diese Vormittage so flexibel belassen, dass bewährte persönliche Schreibroutinen nicht unterbrochen, sondern allenfalls gestärkt werden. Es geht damit ausdrücklich nicht um eine sogenannte Challenge, in der in einer Wettbewerbssituation allein auf Quantität hin geschrieben wird.

An den Nachmittagen kommen die Teilnehmenden in kleineren Gruppen zusammen. Dieser Programmteil ist stärker strukturiert, um die fokussierte und dialogische Arbeit an Einzeltexten zu ermöglichen. Wir wechseln an den Nachmittagen zwischen Tandems, in denen sich jeweils zwei Promovierende wechselseitig ihren Textbeispielen widmen, und kleinen Foren, in denen häufig auftretende Problem-Baustellen von Dissertationen unter der Leitung von Kolleginnen und Kollegen in verschiedenen Karrierephasen diskutiert werden können. Hier stehen zur Verfügung: Britta Acksel (Kulturanthropologie), Dr. Hanna Engelmeier (Kultur- und Medienwissenschaft), Prof. Dr. Julika Griem (Literaturwissenschaft), Dr. Stefan Höhne (Geschichtswissenschaft), Ricarda Menn (Literaturwissenschaft), Dr. Anja Schürmann (Kunstgeschichte). Zu den Schwerpunkten der Nachmittage gehören die Themen „Kürzen“, „Forschungsstand und Forschungsfrage“, „Terminologie“, und „Übergänge und Abschlüsse“. Gerahmt wird die KWI-Schreibwoche durch ein Eröffnungsplenum sowie eine gemeinsame Abschlussdiskussion mit Ausblick auf die Weiterentwicklung dieses Formats. Dieser Ablauf wurde so gestaltet, dass durch ausreichende Pausen und unterschiedliche Anforderungen an Verbindlichkeit möglichst viele Promovierende in unterschiedlichen Schreibsituationen teilnehmen können. Dabei werden auch die besonderen Situationen der Teilnehmenden beispielsweise in der Pflege von Angehörigen oder der Betreuung von Kindern Berücksichtigung finden.