06.05.

Mi / 10:00 – 12:00

Virtuelles Meeting: Paarbeziehung bei Demenz

Internes Kolloquium, offen für Interessierte der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr)

Anna-Eva Nebowsky, wissenschaftliche Mitarbeiterin am KWI

Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Raum 106, Goethestraße 31, 45128 Essen

DIE VERANSTALTUNG FINDET VIRTUELL IN ENGLISCHER SPRACHE STATT. / The Colloquium will be held online in English.

„Wie erhalten Paare ihre Beziehung, wenn eine*r an Demenz erkrankt?
Wann und wie kommt es zu Momenten der Begegnung, z. B. der mimisch-gestischen Kontaktaufnahme oder des gemeinsamen Spiels, und welche Bedeutung haben alte und neue Beziehungsnarrative?

Im DFG-Projekt „Kommunikation und Demenz“ gehen wir mittels beobachtender Teilnahme der Frage nach, wie kommunikatives Handeln zwischen Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen, welche zumeist die Ehepartner*innen sind, im häuslichen Umfeld praktisch stattfindet und wie das kommunikative Handeln eine Ko-Orientierung der Personen ermöglicht. Im Team verfolgen wir dabei je spezifische Interessenschwerpunkte – meiner ist die Paarbeziehung/-identität als solche bzw. die Frage danach, durch welche kommunikativen (Aus-)Handlungen die beobachteten Dyaden nach der Diagnose Demenz (Ehe-)Paare bleiben und was die Qualitäten dieser veränderten Paarbeziehung sind. Dazu konzentriere ich mich insbesondere auf die ethnomethodologische Analyse videographierter Interaktionssequenzen. In diesem Vortrag möchte ich nach einer Einführung in das Thema Zwischenergebnisse vorstellen und sie gemeinsam diskutieren.
(Text: Anna Nebowsky)


How do couples communicatively maintain and construct their relationship if one of them is diagnosed with dementia?
When and how are moments of intimacy being done, for example mimic/gestural communicative approaches or playing together and of what importance are old and new relationship narratives?

In our DFG-project “Communication and Dementia” we are pursuing the question, how communicative actions between people with dementia and their caring spouses are performed in the domestic setting and how communicative actions enable a co-orientation between the individuals.  Each team member has a specific focus of interest which in my case is the relationship and the relationship identity of the couples with dementia itself. My aim is to make comprehensible through which communicative actions the researched couples stay ‘spouses’ and what the qualities of their transformed relationships are. My emphasis lies on the ethnomethodological analysis of videographed interaction sequences. In this presentation I would like to give an introduction into the field and discuss first results of my research.”
(Text: Anna Nebowsky)

 

ÜBER DAS KWI-KOLLOQUIUM
Als Forum des wissenschaftlichen Austauschs bietet das KWI-Kolloquium die Möglichkeit, aktuelle Forschungsvorhaben und –ergebnisse vorzutragen und zur Diskussion zu stellen. Nicht nur laufende Forschungsprojekte innerhalb des Kulturwissenschaftlichen Instituts sondern auch Gastvorträge können hier gemeinsam mit dem Institutskollegium und interessierten Teilnehmer*innen diskutiert werden.

Internes Kolloquium, offen für Interessierte der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr).