03.11.

Di / 20:00

Angst + Sound

Ein Abend in der CineScience-Reihe "Angst + Film"

Moderation: Oswald Iten, Journalist

Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Str. 2, 45128 Essen

Wer hat sich nicht schon dabei ertappt, intuitiv die Augen zu schließen, wenn es im Kino zu intensiv wird. Dabei sollte man sich besser die Ohren zuhalten. Ohne Ton verlieren schließlich viele Bilder ihre angsteinflößende Wirkung. Umgekehrt produzieren gerade Klänge ohne sichtbare Quelle in unserer Phantasie oft schlimmere Bilder als jene auf der Leinwand. Am ersten Abend der Reihe Angst + Film geht der Filmwissenschaftler Oswald Iten deshalb der Frage nach, mit welchen Mitteln Filmemacher*innen das Gefühl „Angst“ auf der Tonspur kommunizieren. Wie werden Musik, Geräusche, Stimmen oder Stille eingesetzt, um Angst zu schüren? Kann der Ton alleine Angst hervorrufen oder hängt unsere Reaktion immer vom inhaltlichen Kontext respektive unserer emotionalen Bindung an eine Figur ab?

Über die Reihe:
In der Reihe „CineScience“ diskutieren Forschende des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) seit 2011 soziale Phänomene anhand von Filmausschnitten jeden Genres und werfen einen wissenschaftlichen Blick auf die filmische Darstellung alltäglicher und weniger alltäglicher Aspekte menschlichen Zusammenlebens. „CineScience“ ist eine Veranstaltungsreihe des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) in Kooperation mit dem Filmstudio Glückauf.

Im Winter 2020/21 dreht sich bei CineScience alles um Angst: Angst hat man vor der Zukunft und sie gründet in der Vergangenheit. Das Kino als ‚Zeit-Bild’ hat sich seit seinen Anfängen der Angst bedient: Als Thema oder als Form können wir Angst im Kino als Thriller erleben oder als Horrorfilm genießen – so zumindest lautet eine These von Georg Seeßlen. Doch welche Ängste werden wann aktiv? Wie werden Ängste im Film erzeugt und welcher Mittel bedient sich der Film? Diese und andere Fragen werden von Wissenschaftler*innen des KWI und Gästen mit dem Publikum anhand ausgewählter Filmausschnitte diskutiert.