The Shape of Things to Come: Gegenhegemoniale Zukünfte und die Möglichkeiten der Cultural Studies. Live-Vortrag von Mark Schmitt in der Reihe „Carte Blanche“

In seinem Buch After the Future (2011) erklärt der italienische Kulturkritiker Franco „Bifo“ Berardi die Zukunft für abgeschafft: während das 20. Jahrhundert zunächst als das Jahrhundert begonnen habe, das dem kapitalistischen Glauben an Fortschritt und Zukunft verpflichtet gewesen sei, habe sich um die Jahrtausendwende und im Laufe des frühen 21. Jahrhunderts der Slogan der britischen Punkbewegung – „No Future“ – konkretisiert. Die Dystopie, so Berardi, habe die Utopie abgelöst. Ähnlich urteilten zu Beginn des 21. Jahrhunderts Autor*innen wie Mark Fisher in seinem Buch Capitalist Realism (2009). Das Postulat der Thatcher-Ära –„There Is No Alternative“– habe sich bewahrheitet und der Kapitalismus habe sich allen Krisen zum Trotz in der Zeit…

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Zirkulation und Zensur: Was uns der literarische Untergrund des 18. Jahrhunderts über die sozialmedialen Kommunikationsdynamiken der Gegenwart lehrt. Live-Vortrag von Friedrich Balke in der Reihe „Carte Blanche“

Weil die Exponenten des literarischen Untergrunds in Frankreich von den repräsentativen Orten ausgeschlossen waren, an denen sich die Gelehrten und les philosophes artikulierten (privilegierte Bücher, Salons, Akademien), kultivierten sie den grenzenlosen Hass auf die offizielle Kultur und schmähten sämtliche ihrer Institutionen „mit einer Unflätigkeit“, so Robert Darnton, „die man sich heute kaum vorstellen kann“.

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Schwerpunktthema: „Kanon, Kanonisierung, Kanonizität“ Abschluss der Beitragsreihe „Kanon“ im KWI-Blog

Im Mai und Oktober 2019 fand am KWI in Essen und am German Department in Stanford ein zweiteiliger Workshop statt, der sich mit einem jüngst wieder prekär gewordenen Begriff auseinandersetzte. „Dem“ Kanon widmete sich eine Gruppe von Kultur- und Bildwissenschaftler*innen, Soziolog*innen und Medienwissenschaftler*innen auf der Suche nach brauchbaren Zugängen für ihre jeweilige Fachkultur.

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Live-Vortrag: Selbermachen – Eine andere Geschichte des Konsumzeitalters / Neues KWI-Blogformat und weitere digitale Vorträge

Wie Haushalte sich mit Waren und Dienstleistungen versorgen, ist keine (reine) Privatsache. Ob Kleidung, Essen oder Wohnen: Die Entscheidung zwischen Selbermachen und Kaufen war stets Teil öffentlicher Auseinandersetzungen um eine „moralischen Ökonomie“, in der sich wirtschaftliches Handeln, individuelle und gesellschaftliche Wertvorstellungen wechselseitig durchdrangen. Der Vortrag stellt die Auseinandersetzung um Versorgungsstrategien in verschiedenen Arenen vom Schulunterricht über die Notbehelfe der Weltkriegsjahre bis zum Heimwerkermarkt vor und zeigt, wie darüber wirtschaftliche und gesellschaftliche Ordnungen verhandelt wurden.

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KWI-Blog geht online

Nicht nur anhand von Fach-Publikationen und Vorträgen auf Tagungen und anderen Formaten zeigt sich die Arbeit eines Forschungsinstituts. Auch über Formatgrenzen hinaus stellen die Wissenschaftler*innen des KWI Fragen, argumentieren, reflektieren, geben Anregungen. Um diesen Denkbewegungen Raum zu geben, startet nun der institutseigene Blog. Unter blog.kulturwissenschaften.de stellen wir unsere Arbeit zur Diskussion und laden zum Austausch ein.

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CineScience: Komik im Film – Diktatur und Komik

Man hatte von dem Film schon gehört, doch erst 1946 konnten die Deutschen "Der Große Diktator" (1940) von Charlie Chaplin auch im Kino sehen. Das Publikum war irritiert und meinte, die Vergangenheit sei zu ernst, als dass man über eine satirische Darstellung dieser Zeit lachen könne.

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CineScience: Komik im Film – A Dance to the Music of Time. Der Rhythmus der Komik im Film

Komik macht vor nichts Halt, sie scheut keine Gefahr, kein Aufwand ist ihr zu groß, kein Gegenstand zu gering. Aber wann wird Komik zur Kunst? Welche Mittel jenseits der Sprache kommen dabei zum Einsatz?

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VORTRAG & DISKUSSION: NATURE WRITING UND DER AKTUELLE NATURBÜCHER-BOOM

Was wollen wir über die Aussichten der Natur erzählen? Wie kann und soll Natur in der Literatur erscheinen? Und welche Natur? Sollen Bäume twittern? Was ist schlimm daran, dass Schulkinder deutlich mehr Automarken kennen als Baumarten oder Singvögel? Wozu brauchen wir überhaupt noch die Begegnung mit dem, was wir Natur im eigentlichen Sinn nennen?

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CineScience: Komik im Film – Romantische Komödien

Die Romantische Komödie ist allein auf Grund des hohen Unfallpotentials, das Menschen in diesem Zustand bieten, eines der beliebtesten Subgenres der Komödie überhaupt. Die scheinbar so gefällige, immer auf das gleiche Am-Ende-kriegen-sie-sich-doch hinauslaufende Form ist dabei eine der interessantesten Arten, auf beiläufige Art Geschlechterverhältnisse und die damit einhergehenden Kämpfe um den Austausch von erotischem, sozialen und finanziellen Kapital zu behandeln.

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CineScience: Komik im Film – Marx und Co.

Durch Ausschnitte aus Marx-Brothers-Filmen wie "Duck Soup" (1933) und "A Night at the Opera" (1935) spricht der Schriftsteller Jan Wilm über die sprachlichen Besonderheiten der Marx Brothers und vergleicht diese US-amerikanischen Formen der Sprachkomik mit der komischen Sprachkunst von Karl Valentin und Liesl Karlstadt in frühen Kurzfilmen. Schließlich werden diese Beispiele durch Ausschnitte von Sprachhumor in den Filmen Billy Wilders ergänzt und ein Vergleich des Originals und der Synchronisation von "One, Two, Three" (1961) vorgenommen.

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