Kommunikationskultur

Der 2015 eingerichtete Forschungsbereich ‚Kulturen der Kommunikation’ untersucht interdisziplinärer die kommunikativen Praktiken, die Angehörige unterschiedlicher ‚Kommunikationskulturen’ nutzen, um ihre Handlungen aufeinander abzustimmen. Untersucht werden z.B. Kommunikationskulturen, die an Sprachen oder Nationalitäten oder an religiöse oder weltanschauliche Orientierungen oder an unterschiedlich entwickelte Vermögen von Menschen, ihr Handeln kommunikativ aufeinander abzustimmen (dementierende oder autistische Menschen) oder an verschiedene Modi der Kommunikation (emotional, sprachlich, interaktiv) gebunden sind.

Kommunikatives Handeln zieht nicht ‚automatisch’ Verstehen und Befolgen nach sich. Beides ist von spezifischen sozialen und situativen Bedingungen abhängig. Hier spielt die im früheren kommunikativen Miteinander erworbene Kommunikationsmacht eine besondere Rolle. Auch wenn das gesprochene Wort unterschiedlos jeden erreicht, der in der Nähe ist, und damit scheinbar egalitär und somit auf Gleichheit angelegt ist, so bemisst sich die Macht des kommunikativen Handelns empirisch nach der sozialen Macht und der Kommunikationsmacht der Sprecher*innen. Dennoch: Kommunikatives Handeln kann nichts erzwingen, sondern nur nahe legen und mit Konsequenzen versehen. Kommunikationsmacht beruht also immer auf Anerkennung.

Aktuelles

KWI on Tour: Projekt-Team „Kommunikation & Demenz“ trifft Psycholog*innen der Uni Jena zu Video-Workshop

KWI on Tour: Projekt-Team „Kommunikation & Demenz“ trifft Psycholog*innen der Uni Jena zu Video-Workshop

Am 23./24.09.2019 ist das Team des DFG-Projekts „Kommunikation und Demenz“ nach Jena gereist, um dort mit Psycholog*innen des Forschungsprojektes „Individualisierte Musik für Menschen mit Demenz – Verbesserung von Lebensqualität und sozialer Partizipation für Menschen mit Demenz in der institutionellen Pflege“ zu einem zweitägigen Workshop zusammenzukommen. In den Räumlichkeiten des Instituts für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena […]

KWI on Tour: Verena Keysers am CUNY Graduate Center in New York City

KWI on Tour: Verena Keysers am CUNY Graduate Center in New York City

Eine transatlantische Kollaboration von Professor*innen der Universitäts-Allianz-Ruhr (UAR) und der City University of New York (CUNY), ermöglicht es Promovierenden der Geistes- und Sozialwissenschaften aus den Vereinigten Staaten und Deutschland, für eine Woche zu einem Workshop zusammenzukommen, um Erfahrungen und Wissen auszutauschen. Das Programm steht im Geiste des transatlantischen Austauschs und ist als „Two-Summer-Workshop“ konzipiert, der […]

KWI on Tour: Vortrag bei den 7. Fuldaer Feldarbeitstagen

KWI on Tour: Vortrag bei den 7. Fuldaer Feldarbeitstagen

Auf den 7. Fuldaer Feldarbeitstagen, organisiert unter anderem durch Prof. Dr. Norbert Schröer (Hochschule Fulda) und Prof. Dr. Ronald Hitzler (TU Dortmund), präsentierten Verena Keysers und Anna-Eva Nebowsky, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am KWI und Doktorandinnen im DFG-geförderten Forschungsprojekt „Kommunikation und Demenz“, Ergebnisse ihrer bisherigen Forschungsarbeit. Auf das diesjährige Tagungsthema „Ethnographie der Situation“ bezugnehmend, diskutierten Keysers und […]

KWI on Tour: Vortrag über Eskalationsprozesse beim Fußball

KWI on Tour: Vortrag über Eskalationsprozesse beim Fußball

Zum Auftakt der Vortragsreihe „Gewalt im Prozess“ waren Jo Reichertz, Leiter des Forschungsbereiches „Kommunikationskultur“, und Verena Keysers, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich „Kommunikationskultur“, von der Arbeitsgruppe „Makrogewalt“ am Hamburger Institut für Sozialforschung für zwei Tage eingeladen worden, um einige Forschungsergebnisse des im Jahr 2018 abgeschlossenen DFG-Projektes „Emotion. Eskalation. Gewalt.“ zu diskutieren. Der öffentliche Vortragsabend am Mittwoch […]

Tagung „Ethnomethodologisch forschen“ mit Thomas Eberle und Andrea Ploder

Tagung „Ethnomethodologisch forschen“ mit Thomas Eberle und Andrea Ploder

Am 6. Juni 2019 wurden die international renommierten Soziolog*innen Thomas Eberle (Universität St. Gallen) und Andrea Ploder (Universität Siegen/Berkeley) zu der von Sebastian Till Hartwig und Jo Reichertz (beide KWI) organisierten Veranstaltung „Ethnomethodologisch forschen“ geladen, um für die Forschungspraxis relevante Frage- und Problemstellungen der Ethnomethodologie und deren Stellung innerhalb der qualitativen Sozialforschung zu diskutieren. Jo […]