12.01.

Di / 20:00

Angst + Sichbarkeit. Präsenz in der Absenz im Kino

Ein Abend in der CineScience-Reihe "Angst + Film"

Matthias Gründig, Folkwang Universität

Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Str. 2, 45128 Essen

Die für viele tief verwurzelte Angst vor der Kellertreppe beweist es: Wir fürchten uns nicht allein vor erschreckenden Anblicken, sondern insbesondere auch vor all jenem, was sich der Sichtbarkeit still entzieht. Analog dazu ist die Geschichte des Kinos keine bloße Geschichte des sichtbaren Bildes, sondern immer auch eine der sorgfältig konstruierten Abwesenheiten. Dem Kino als Angstraum zwischen Präsenz und Absenz widmet sich an diesem Abend der Fotohistoriker Matthias Gründig unter anderem mit Ausschnitten aus Jonathan Glazers Under the Skin (2013).

ÜBER DIE REIHE:
In der Reihe „CineScience“ diskutieren Forschende des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) seit 2011 soziale Phänomene anhand von Filmausschnitten jeden Genres und werfen einen wissenschaftlichen Blick auf die filmische Darstellung alltäglicher und weniger alltäglicher Aspekte menschlichen Zusammenlebens. „CineScience“ ist eine Veranstaltungsreihe des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) in Kooperation mit dem Filmstudio Glückauf.

Im Winter 2020/21  dreht sich bei CineScience alles um Angst: Angst hat man vor der Zukunft und sie gründet in der Vergangenheit. Das Kino als ‚Zeit-Bild’ hat sich seit seinen Anfängen der Angst bedient: Als Thema oder als Form können wir Angst im Kino als Thriller erleben oder als Horrorfilm genießen – so zumindest lautet eine These von Georg Seeßlen. Doch welche Ängste werden wann aktiv? Wie werden Ängste im Film erzeugt und welcher Mittel bedient sich der Film? Diese und andere Fragen werden von Wissenschaftler*innen des KWI und Gästen mit dem Publikum anhand ausgewählter Filmausschnitte diskutiert.