Resümee: Digitale Schreibwoche für Promovierende

Die erste digitale KWI-Schreibwoche für Promovierende der Geistes- und qualitativen Sozialwissenschaften fand in der letzten Maiwoche 2020 statt. Online begrüßen durfte das KWI-Team vor allem Promovend*innen der drei UA-Ruhr-Universitäten sowie einige externe Teilnehmer*innen der Universitäten Köln und Frankfurt.

Im Zentrum des Programms standen neben den Schreibphasen am Morgen die intensive Arbeit an eigenen Texten im Rahmen einer Peer-Beratung, der Austausch über Schreibstrategien und wiederkehrende Herausforderungen in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Zu unterschiedlichen Schwerpunkten der Woche – Kürzen von Texten, Formulierung von Forschungsständen, Übergänge/Abschlüsse und Terminologiebildung – gaben Wissenschaftler*innen des KWI (Hanna Engelmeier, Direktorin Julika Griem, Stefan Höhne sowie Anja Schürmann) Denkanstöße.

Am Mittwochabend fand eine virtuelle Podiumsdiskussion unter der Moderation von Hanna Engelmeier statt. Hier stellten Kevin Kempke (Universität Stuttgart), Lena Vöcklinghaus (Universität Frankfurt) und Miriam Zeh (Universität Mainz) ihren kürzlich erschienenen, gemeinsam herausgegebenen Sammelband „Institutsprosa: Literaturwissenschaftliche Perspektiven auf akademische Schreibschulen“ (Spector Books) vor. Fragen danach, ob und wie man Schreiben lernen kann boten eine spannende Basis für den Austausch über verschiedene Schreibstrategien und die Fertigstellung von Qualifikationsschriften.

Das Programm endete mit einer gemeinsamen Feedback-Runde am Freitagnachmittag. Vor allem der fokussierte Austausch über die handwerklichen Dimensionen des Schreibens, der Input von und die Möglichkeit zum Austausch mit Wissenschaftler*innen verschiedener Karrierestufen, wurde von den Teilnehmer*innen als besonders bereichernd bewertet. Sowohl die Teilnehmer*innen als auch die Organisator*innen waren sich einig, dieses Format dringend zu wiederholen – je nach Möglichkeit auch in Präsenz oder Teilpräsenz. Organisiert wurde die digitale Schreibwoche von den KWI-Fellows Britta Acksel und Ricarda Menn.

Acksel/Menn