Akademie im Exil

Der Ausgangspunkt der Gründung der Akademie im Exil war der anhaltende Prozess der unfreiwilligen Emigration von Wissenschaftler*innen aus der Türkei. Vor dem Hintergrund der Kriminalisierung von Regimegegner*innen in der Türkei suchen mehr und mehr Wissenschaftler*innen, die sich für Frieden und Demokratie einsetzen, nach Möglichkeiten, ihre Arbeit im Ausland fortzusetzen. Das Institut für Turkistik der Universität Duisburg-Essen (UDE), das Kulturwissenschaftliche Institut in Essen (KWI) und das Forum Transregionale Studien in Berlin (Forum) haben angesichts dieser Situation die Akademie im Exil gegründet um die Wissensproduktion im Exil aufrechtzuerhalten. Die Initiative wird u.a. von der Volkswagen Stiftung gefördert und in Essen und Berlin aufgebaut. Das Wissenschaftskolleg zu Berlin, die Volkswagen Stiftung sowie die UDE haben in einem ersten Schritt die Grundfinanzierung gesichert. Das Institute of International Education-Scholar Rescue Fund und die Freudenberg Stiftung haben weitere Mittel bereitgestellt. Seit Anfang 2019 beherbergt die Akademie eine neue Kohorte von Fellows an der FU Berlin, die von der Andrew W. Mellon Foundation unterstützt werden. Die Akademie wird durch einen Rat geleitet, in dem die beteiligten Partnerinstitute vertreten sind. Ansprechpartner am KWI sind Volker Heins und Egemen Özbek. Der Rat der Akademie ist verantwortlich für das Forschungsprogramm und die Auswahl der Fellows. Die Akademie plant inzwischen, über die Türkei hinauszugehen und Fellows auch aus anderen Ländern (z.B. Ungarn) einzuladen, in denen die Wissenschaftsfreiheit gefährdet ist.

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