Akademie im Exil

Der Ausgangspunkt der Gründung der Akademie im Exil ist die zunehmende Emigration von Wissenschaftler*innen aus der Türkei. Angesichts der Kriminalisierung von Regimegegner*innen in der Türkei suchen Wissenschaftler*innen, die sich für Frieden und Wissenschaftsfreiheit einsetzen, nach Möglichkeiten, ihre Arbeit im Ausland fortzusetzen. Das Institut für Turkistik der Universität Duisburg-Essen (UDE), das Kulturwissenschaftliche Institut in Essen (KWI) und das Forum Transregionale Studien in Berlin (Forum) gründen angesichts dieser Situation gemeinsam die Akademie im Exil. Die Initiative wird von der Volkswagen Stiftung gefördert und zunächst in Essen und Berlin aufgebaut. Die Akademie im Exil wurde von Wissenschaftler*innen aus dem Umfeld der „Academics for Peace“ aus der Türkei initiiert, um eine Plattform für die Forschung im Exil zu schaffen und ein wissenschaftliches Programm kritischer Türkeistudien mitzugestalten. Die Akademie wird durch einen Rat geleitet, in dem die beteiligten Partnerinstitute vertreten sind. Der Rat der Akademie ist verantwortlich für das Forschungsprogramm und die Auswahl der Fellows. Die Akademie plant, in einem nächsten Schritt über die Türkei hinauszugehen und Fellows auch aus anderen Ländern einzuladen, in denen die Wissenschaftsfreiheit gefährdet ist. Das Forschungsprogramm und die Auswahl der Fellows wird von einem multidisziplinären Kollegium getragen und entwickelt, das aus vier Exilwissenschaftler*innen aus der Türkei, vier türkeibezogen arbeitenden Forscher*innen an deutschen Universitäten sowie zwei Expert*innen an US-amerikanischen Hochschulen besteht.

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